Citizen Science Luftmessnetz

Citizen Science Luftmessnetz ist ein Mitmach-Projekt, das Luftqualität dort messbar macht, wo sie Menschen tatsächlich betrifft: vor dem eigenen Fenster, im Grätzl und am Arbeitsplatz. Bürger:innen montieren eine kleine, wetterfeste Messstation außen am Fenster und werden Teil eines österreichweiten Netzes, das Feinstaub (PM1/PM2.5/PM10) sowie Temperatur und Luftfeuchte in Echtzeit erfasst. Die Messwerte werden auf einer offenen Plattform visualisiert und als offene Daten verfügbar gemacht, sodass sie für Bildung, Forschung und kommunale Planung genutzt werden können.

Das Projekt ergänzt das amtliche Messnetz um eine hohe räumliche Auflösung: Während Referenzstationen verlässliche Hintergrund- und Trendinformationen liefern, zeigt das Citizen-Netz lokale Unterschiede, Hotspots und Veränderungen durch Maßnahmen. Damit die Daten verantwortungsvoll nutzbar sind, setzt das Projekt auf standardisierte Standort-Regeln, automatisierte Qualitätschecks sowie ein Ko-Lokationsprogramm an Referenzmessstellen, um Messungen regional zu überprüfen und zu verbessern. So entsteht ein transparenter Datenbestand mit klar ausgewiesenen Unsicherheiten – geeignet, um Klimawandel-Folgen wie schlechte Luft (und in Erweiterungen auch Hitze) sichtbar zu machen und konkrete Lösungen für zukunftsfitte Städte und Gemeinden abzuleiten.